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Erfahrungsaustausch

Ein gemeinsames Ziel

Sind Sie Rechtsanwalt, Mitarbeiter einer Fahrerlaubnisbehörde, einer Suchtberatungsstelle, eines Instituts für Fahreignung oder einer anderen Einrichtung, die sich mit der Rehabilitation verkehrsauffälliger Kraftfahrer befasst? Dann sind Sie auf dieser Seite goldrichtig. Denn ich möchte Ihnen darlegen, wie wir voneinander profitieren können. Ich lade Sie ein zu einem kreativen Erfahrungsaustausch, der Ihnen Zeit gewinnen soll, ein angenehmeres Arbeiten mit Ihrer Klientel und eine höhere Zufriedenheit Ihrer Kunden. Ich möchte, dass Sie und ich Erfolg haben in unserem Beruf und unser Ziel erreichen: dass wir der Verkehrssicherheit, aber auch den Menschen, mit denen wir es zu tun haben, gleichermaßen dienen, ihrem verständlichen Bedürfnis nach Mobilität und Rehabilitation.

Die Situation des Kraftfahrers

Wir alle, die wir in der Branche der Eignungsrehabilitation arbeiten, kennen die Situation der Menschen, die ihre Fahrerlaubnis verloren haben und jetzt mit mehr oder weniger Nachdruck bemüht sind, sie wieder zu erhalten. Und wir alle wissen, dass sich hierbei die unterschiedlichsten Persönlichkeitstypen zeigen. Dies ist nicht verwunderlich, denn in Gefahren- oder Notsituationen verrät sich der Charakter von Menschen oft am deutlichsten. Und in einer solchen Situation befinden sich unsere Klienten. Ganz egal, wie sie sich uns gegenüber präsentieren, ob freundlich, ob fordernd aggressiv, ob beschwichtigend, ob verzweifelt oder ob unwissend: für jeden von ihnen ist die Fahrerlaubnis bedeutsam, für manche existenzbedrohend. Wir alle spüren dies in unserer täglichen Arbeit, müssen den damit einhergehenden Erwartungsdruck aushalten.

Persönlichkeitstypen

Nun kennen wir alle Kunden, die mit dieser Malaise nicht umgehen können und lassen Sie uns in einem gemeinsamen Streifzug durch die Psychologie vier besonders markante, gleichsam idealtypische Prototypen kennenlernen. Eine Reihe von Klienten hat es gelernt, sich fordernd im Leben durchzusetzen und wendet diese scheinbar bewährte Strategie nun auf den Katastrophenfall der Fahrerlaubnis an. Diese Menschen geben sich unkooperativ, arbeiten mit offenen oder versteckten Drohungen, suchen die Unterstützung des Anwalts, machen sich durch harsche Schreiben bemerkbar oder verlieren sogar im Gespräch die Façon. Dann wiederum kennen wir Kunden, welchen das Gegenteil geholfen hat, sich im Leben zu positionieren. Sie zeigen sich uns bittend, manchmal weinerlich, dann wiederum depressiv-verstimmt; sie beklagen das eigene Leid oder das ihrer Angehörigen und wenden sich an unser Mitleid. Hinter diesen Bitten kann aber auch eine mehr oder weniger deutlich kaschierte Klage durchscheinen, wie wir als gute Mitmenschen, die doch die Entscheidungsbefugnis haben, solches Leid zulassen können. Ein dritter Typus von Personen versucht, in aufwendigen Rationalisierungen die eigene Situation zu legitimieren. Er besucht uns wiederholt, erklärt und erläutert in ungefragtem Detailreichtum wiederholt das bereits bekannte Dilemma, schreibt lange E-Mails oder Briefe und dreht sich und uns im argumentativen Kreise. Sollten Sie einen Anrufbeantworter laufen haben, dann wissen Sie, von welchem Kundentypus ich rede. Zuletzt gibt es Verkehrssünder, die mit dem semantischen Gegenteil des soeben Besprochenen reagieren. Sie suchen in Konfusionen, Scherzen, Verwirrungen ihr Heil, folgen nicht recht einer geradlinig-logischen Argumentation, springen in ihren und unseren Gedanken und versuchen so, ihr Anliegen vorzubringen. Ich habe Ihnen vier der häufigeren Persönlichkeitstypen vorgestellt und sicher gibt es noch mehr. Und natürlich können Menschen ihre Strategien auch wechseln oder mehr als einem Typus angehören.

Allen diesen Personen ist aber eines gemeinsam: sie suchen und benötigen unsere Hilfe. Sie suchen diese Hilfe nur auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Erfolgsaussichten. Das Geheimnis besteht darin, diese Menschen in ihrer Persönlichkeit zu verstehen und sich optimal darauf einzustellen. Den Schlüssel zu ihrem Wesen zu finden, um ihnen und uns selber den Weg zu erleichtern. Dabei möchte ich Ihnen und mir helfen und zu diesem Zweck biete ich Ihnen meinen Erfahrungsaustausch und meine Zusammenarbeit an.

Wie wir voneinander profitieren können

Nachdem ich also schon die Frechheit besessen habe, das gemeinsame Ziel zu definieren, nämlich die für uns alle möglichst angenehme Rehabilitation der verkehrsauffälligen Kraftfahrer im Sinne der Verkehrssicherheit, darf ich Ihnen auch noch sagen, wie ich mir den Erfahrungsaustausch vorstelle und was wir tun können, um voneinander zu profitieren.

1. Fachlicher Austausch am Telefon

Mit dem Telefon ist es wie mit vielen anderen Errungenschaften der modernen Technik. Man weiß nicht, ob es einem Zeit gewinnt oder stiehlt. Lassen Sie uns die erste Variante im Blick behalten. Gerne stelle ich Ihnen meine Arbeitszeit zur Verfügung, um gemeinsame Belange zu besprechen. Haben Sie einen der oben beschriebenen, „schwierigen“ Klienten und würden Sie gerne mit mir beratschlagen, wie man ihm am besten begegnen soll. Sind Sie, falls Sie nicht dem psychologischen oder medizinischen Berufsstand angehören, daran interessiert, mehr über die Persönlichkeit, über die Seele, das Wesen Ihrer Klienten zu erfahren. Würden Sie mit einem Wort gerne wissen, wie ein bestimmter Fall sich im Blickwinkel des Psychologen ausnimmt? Suchen Sie, etwa als Anwalt, eine gemeinsame Strategie für eine bevorstehende Gerichtsverhandlung oder haben Sie als Mitarbeiter eines Begutachtungsinstituts oder einer Suchtberatungsstelle soeben ein Beratungsgespräch geführt und möchten Sie sich mit mir austauschen, wie dem Klienten am besten geholfen werden kann. Oder wollen Sie einfach meine Sprachkenntnisse nutzen, um dem englischen Geschäftsmann, dem italienischen Gastronomen oder dem französischen Gourmet ein vernünftiges Angebot zu unterbreiten. Dann rufen Sie mich an! Das gemeinsame Vorgehen spart Zeit und sei es dadurch, dass diesen Menschen wichtige Sachverhalte in ihrer Muttersprache vorgetragen werden.

Bisweilen bleibt es auch nicht aus, dass ich Sie anrufe. Ich tue dies nicht, um Ihnen lästig zu fallen, sondern möchte damit uns beiden Zeit und Nerven sparen. Denn in Rücksprache mit Ihnen, mit der Behörde, dem Anwalt, der Begutachtungs- oder Suchtberatungsstelle, kann oft eine optimale, mit den fahrerlaubnisrechtlichen Erfordernissen, aber auch der Psychologie und Situation des Betroffenen vereinbare Vorgehensweise gefunden werden. Sollten Sie als Behörde noch einen gewissen Ermessensspielraum haben bzw. die Möglichkeit sehen, das fakultative Widerspruchsverfahren einzusetzen; – muss der Klient zu unverzichtbaren Abstinenzbelegen motiviert werden oder einfach nur verstehen lernen, dass die Zusammenarbeit mit Behörde und Begutachtungsstelle der einzig erfolgversprechende Weg ist; – oder benötigen Sie schlicht meine ausführliche Teilnahmebestätigung, um einen akten- oder gerichtstauglichen Beleg für die Rehabilitationsbemühung des Klienten zu haben, dann lassen Sie uns telefonieren. Dies alles kann in Ruhe geplant und besprochen, ja schließlich dem Klienten unterbreitet werden, damit der Fall sich erfreulich entwickelt.

Die Arbeit des Psychologen in eigener, unabhängiger Praxis bietet in einer Hinsicht wenigstens einen unschätzbaren Vorteil. Als Jemand, der keinem institutionellen Interessensträger angehört, kann ich leichter das Vertrauen der Menschen gewinnen, die zu mir kommen. Ich kann mich in ihren Dienst stellen und zugleich auch mahnen, ohne in parteilichen Verdacht zu geraten. Ich kann die Dinge ehrlich und offen ansprechen und werben für Kooperation und Verständnis. Und so haben Sie mich hoffentlich in der Vergangenheit auch kennengelernt. Ich sage meinen Kunden höflich, aber sehr direkt und ohne falsche Beschönigung, wie ich ihre Situation sehe. Ich weise sie explizit auf Abstinenznotwendigkeiten hin, erkläre ihnen, dass und wo sie sich ändern müssen. Und ich sage ihnen auch, welche Spielräume die Behörde hat oder eben nicht hat. Zu diesem Zweck nehmen ich mir für jeden Menschen, der zu mir kommt, Zeit: einmal in Form eines ersten, bereits vorfühlenden Telefongesprächs und dann in Form einer eineinhalbstündigen Sprechstunde. Erst danach findet eine Verkehrstherapie statt.

Diese Vorgehensweise und das in kritischen Fällen dann sich anschließende Gespräch mit Ihnen zahlt sich langfristig aus. Denn wenn Sie mir mitteilen, wie sich die Lage des Klienten aus Ihrer Sicht darstellt und wir unsere Erfahrungen ausgetauscht haben, kann ich das Ergebnis unserer Unterredung an den Betreffenden weitergehen. Und damit hätte das Telefon eines seiner Stärken ausgespielt.

2. Besuch Ihrer Einrichtung

Gerne besuche ich Sie, wenn es Ihr Zeitbudget zulässt, auch vor Ort. Manches lässt sich unter vier Augen eben leichter besprechen. Akten können eingesehen, konkrete Fälle diskutiert werden. Vielleicht kennen Sie mich schon aus früherer Zeit, als es darum ging, mich vorzustellen und Prospekte wohlfeil an den Mann bzw. die Frau zu bringen! Nehmen Sie mir das heute nicht mehr übel. Auch ich musste mich einmal beruflich etablieren und suchte – wie Kollegen – den Kontakt zu potentiellen Vermittlern von Klienten. Doch soll ein solches Interesse heute in den Hintergrund treten. Ich weiß, dass die meisten von Ihnen mit Blick auf Empfehlungen neutral sich zu verhalten wünschen und respektiere das. Meine Internetpräsenz, die sich schon bald erfolgreich gestaltet hat, wird mir das Übel des Marketing und der Werbung abnehmen. Das soll natürlich kein Verdikt gegen bewährtes Prospektmaterial sein und gerne können Sie dieses jetzt komfortabel auf der Seite "Prospekte" bestellen, doch soll bei meinem Besuch dieser Aspekt in den Hintergrund treten. Ich möchte, dass wir voneinander profitieren: Sie von mir und ich von Ihnen. Ich möchte, dass wir uns in einem Zeitalter der digitalen Kommunikation, der schrumpfenden Kontakte und der beruflichen Unbeständigkeiten persönlich kennenlernen. Ich möchte eine Basis des Vertrauens und der Qualität aufbauen und bewahren.

Und damit habe ich ein ganz persönliches, gleichsam egoistisches Interesse meines Besuches bei Ihnen angesprochen. Seit ich in dieser Branche arbeite, schwebte mir ein Leitgedanke vor: ich wollte ein Netz an professionellen Kontakten knüpfen, wollte Qualität bündeln, um den Klienten eine optimale Beratung zu gewähren und sie vor unseriösen Anbietern zu schützen, die leider auch unsere Branche zur Genüge kennt. Nicht erst seit der Hochblüte des EU-Führerscheintourismus sehen sich Kunden einer solchen Bauernfängerei ausgesetzt. Schon immer gab es Anbieter, welche das schnelle Geld mit dem hehren Versprechen verbanden und das Interesse der Gesellschaft an ehrlicher, nachhaltiger Rehabilitation, mithin: an Verkehrssicherheit ad absurdum führten. Diese Anbieter haben Gutachtern und nicht nur ihnen die Arbeit erschwert, den Klienten selber ein falsches Bewusstsein eingeimpft, nämlich das Vorurteil, man müsse in der MPU lügen, um zu bestehen, und damit zuletzt uns alle auf der Straße gefährdet. Die seriöse Arbeit, wie ich Sie anbiete, hat damit nichts zu tun. Wenn die besten Kräfte zusammenarbeiten, entsteht wirkliche Veränderung, Entwicklung im ureigenen Interesse des Klienten.

Dass ich zuletzt natürlich auch Empfehlungen gebe, wenn ich von der Qualität der Dienstleister, mit denen ich zusammenarbeite, überzeugt bin, ist selbstverständlich und so machen Sie es ja auch mit mir. Wir alle stehen unter dem Diktum der Kundenorientierung, müssen uns jeden Tag aufs Neue bewähren und sind unseren Klienten das Beste schuldig. Ihre Leistung und Ihr Können sind mir wichtig, denn ich möchte sie an meine ratsuchenden Kunden weitergeben.

Das eigentliche Ziel meines Besuches ist es, eine Basis des Vertrauens, der gemeinsamen Arbeit und der Qualität zu schaffen, damit Klienten auf der einen Seite und die Verkehrssicherheit auf der anderen profitieren und wir beide in unserer alltäglichen Arbeit vorankommen, auf angenehme Weise Erfolg haben.

3. Besuch meiner Praxis

Selbstverständlich lade ich Sie ein, auch mich in meiner Praxis zu besuchen und dort bei der Arbeit kennenzulernen. Nach telefonischer Rücksprache können wir jederzeit einen Termin hierzu vereinbaren. Warum sollten Sie dies tun, wo ich doch bequemer zu Ihnen kommen kann? Zwei besondere Angebote, die gerne auch hin und wieder angenommen werden, habe ich Ihnen anzubieten.

a) die offene Beratung (Sprechstunde)

Die wenigsten von Ihnen werden Zeit haben, eine ganze verkehrspsychologische Beratung mitzuerleben. Auch wenn etwa Dolmetscher oder Familienangehörige bisweilen in der Therapie durchgehend anwesend sind, verbietet sich diese zeitintensive Variante für andere Dienstleister. Freilich haben Rechtsanwälte oder auch Mitarbeiter von Fahrerlaubnisbehörden gerne einmal eine Sprechstunde mit einem Klienten aufgesucht, um zu sehen, wie ich arbeite. Eine solche Sprechstunde ist dahingehend sehr aufschlussreich, als in ihr bereits die Basis für eine künftige verkehrstherapeutische Zusammenarbeit gelegt werden muss und viele Fragen, auch solche formaler Natur, besprochen werden können. Im Prinzip könnte ich diese Sprechstunde auch vor Ort, bei Ihnen durchführen, doch habe ich dann nicht mein ganzes technisches Equipment zur Verfügung, insbesondere nicht das Flipchart, auf dem ich alles aufmale.

Haben Sie sich, wenn Sie etwa einmal vor einer meiner opulenten Teilnahmebescheinigungen saßen, gewundert, wie es mir gelingt, bei den vielen Klienten die Übersicht zu bewahren, so detaillierte und hoffentlich auch zuverlässige Berichte zu erstellen? Ich will Ihnen das Geheimnis verraten. Ich gebe zwar zu, dass ich – solange ich im therapeutischen Prozess bin – noch immer ein sehr gutes Gedächtnis habe und mir die Psychodynamik und Lebenssituation von Menschen merken kann, doch ist niemand vor Irrtümern gefeit. Ich helfe mir dergestalt, dass ich alle wertvollen Befunde auf dem Flipchart notiere. Aus diesem Material erstelle ich dann die Teilnahmebescheinigung und dieses Material ist auch die Lerngrundlage des Klienten. Er erhält die Bögen als Dokument gemeinsamer Arbeit und nimmt sie mit als Geschenk nach Hause, um sich auf die MPU vorzubereiten.

In einer Sprechstunde, zu der ich Sie einlade, können Sie sehen, wie das vor sich geht. Sie erfahren aus der Praxis, wie ich als Verkehrspsychologe arbeite und können sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten und Grenzen einer therapeutischen Intervention machen. Dass Ihre Anwesenheit diese Sitzung bereichern kann, versteht sich von selbst. Denn Ihr je eigenes Fachwissen ergänzt die Perspektive des Psychologen und der sich anschließende Meinungs- und Gedankenaustausch kann für alle Anwesenden von Gewinn sein.

b) die offene Begutachtung

Wollten Sie immer schon einmal wissen, was wirklich in einer Begutachtung passiert? Wie ein Gutachter arbeitet, wie er denkt, wie er fragt und wie er zu seinen Ergebnissen kommt? Dann sollten Sie sich das Vergnügen, mich in einer Testbegutachtung zu erleben, nicht entgehen lassen. Diese Test- oder Probebegutachtung ist auf zweierlei Weise denkbar: als Rollenspiel und als wirkliche Vorbereitung des geschulten Klienten auf die MPU. Erstere Variante findet man zumeist auf Fortbildungen und sicherlich kennen Sie diese schon. Mir schwebt letztere Möglichkeit vor. Sie ist authentischer und gibt Ihnen tiefere Einsichten, denn sie ist im eigentlichen Sinne kein Spiel: sie ist Realität.

Bisweilen wurde auch gegen seriöse Verkehrspsychologen der Verdacht laut, es handle sich hier um bloße, an der Verkehrssicherheit sich versündigende MPU-Vorbereitung mit dem einzigen Ziel, den „bösen“ Test zu knacken, um welchen Preis auch immer. Zweifelsfrei gibt es solche Formen der Vorbereitung, doch gehört mein Angebot nicht dazu. Es versteht sich vielmehr als eine legitime Möglichkeit, Menschen, die Angst haben und unerprobt sind, bei der Darlegung der eigenen Situation zu helfen. Eine solche Hilfe, die Sie gerne Präsentationstechniken nennen dürfen, ist unverzichtbar geworden, da die Erfahrung zeigt, dass der Bürger ohne sie bzw. ohne eine seriöse MPU-Vorbereitung den Anforderungen der Begutachtung nicht mehr gewachsen ist. Ich war selber vier Jahre lang Gutachter, habe etwa eineinhalbtausend Expertisen gefertigt und habe großen Respekt vor der Arbeit meiner Kollegen. Doch sehe ich als Berater die Kehrseite einer Veranstaltung, welche durch das Dogma der überwachten Qualitätssicherung, durch Konkurrenzkampf und andere Faktoren sich mit den Jahren verändert hat. Es ist unbestritten, dass Klienten heute mehr an Einsichten verbalisieren bzw. an Veränderungen belegen müssen, als noch vor sagen wir einer Dekade. Gutachter selber stehen auf ganz andere Weise unter Druck, ihre Entscheidungen zu begründen, und wer einmal von der BAST ein Audit hinter sich gebracht hat, weiß, wovon ich rede. Ich spüre diesen Druck bei jedem Besuch von Begutachtungsstellen und kann mich in die Situation der Kollegen hineinversetzen.

Als Fürsprecher meiner Klienten sehe ich aber auch die Kehrseite dieses Prozesses. Menschen, die vor der Begutachtung stehen, haben Angst. Angst vor einem negativen Urteil, Angst vor den damit verbundenen existentiellen Folgen und Angst vor dem Gespräch selber, in welchem sie sich als hilflos, einem Stärkeren ausgeliefert erleben. Vor einer verkehrspsychologischen Beratung, die ihnen Vertrauen geben soll, empfinden sie die MPU oft als Bedrohung, als unbekannte Situation, die sie nicht kontrollieren können. Und damit empfinden sie den Gutachter selber als einen Bedrohenden, als einen Feind. Als jemanden, der sie in ihrem Menschsein und Selbstwert furchtbar verletzen kann. Der Psychologe sagt dazu, dass Menschen, die sich einer MPU aussetzen, Angst haben vor einer „narzißtischen Kränkung“. Ich persönlich nehme diese Angst ernst und möchte meinen Klienten helfen, sie zu überwinden. Dies gelingt in der therapeutischen Arbeit durch zweischichtige Wissensvermittlung: der Betreffende lernt etwas über sich selbst und er lernt etwas über den Gutachter. Er versteht dessen Fragen und kann sie mit der eigenen Lebenssituation verbinden. So gewinnt er Schritt für Schritt die Überzeugung, diesen Fragen gewachsen zu sein und mit ihr steigt das Gefühl von Sicherheit, kurz: das Selbstvertrauen. Die Angst, sich dem Psychologen zu stellen, schwindet. Die meisten Klienten wünschen nach Abschluss der therapeutischen Arbeit von sich aus die Begutachtung, denn sie sehen hinter ihr den Erfolg, den Führerschein.

Meine Probebegutachtung tritt an, das Gelernte noch einmal zur überprüfen. Eigentlich aber verfolgt sie die Absicht, dem Klienten klar zu machen, dass er sich auf sich selbst verlassen kann; dass er in einer solchen Testsituation reden kann und dass der ihm gegenübersitzende Psychologe hierfür ausreichend Raum und Zeit gewährt. Sie möchte mit einem Wort Angst abbauen und Selbstvertrauen aufbauen. Natürlich soll sie auch ein paar Tipps zur richtigen Darstellung geben. Sie soll – gestatten Sie mir diese Absicht – die Alltagssprache des Klienten mit den sprachlichen Erwartungen des Gutachters abgleichen. Und darin ist, wenn gute therapeutische Arbeit geleistet wurde, auch nichts Verwerfliches zu sehen. Jeder in der Branche weiß, dass die Sprache des Gutachters, des Psychologen, des Prüfenden und die des Klienten nicht natürlich deckungsgleich sind. Jeder weiß – und warum soll man dies nicht aussprechen dürfen – dass es Fragen gibt, die für den Klienten missverständlich sind. Und jeder weiß, dass es Fragen gibt, denen man zu Recht den Charakter von „Fangfragen“ zuerkannt hat. Seriöse Gutachter werden sich dieser Fragen nicht bedienen und gerne räume ich ein, dass die Qualität der Exploration bei den meisten Begutachtungsinstituten und Gutachtern vorzüglich ist, doch ist niemand, auch kein Gutachter davor gefeit, Fragen zu stellen, die missverstanden werden können. Ich möchte meinen Klienten den Sinn der Gutachterfragen erklären, Sie auch auf solche kritischen Fragen vorbereiten, damit Sie nicht an einem semantischen Missverständnis scheitern, obwohl sie sich ehrlich rehabilitiert haben.

Wenn Sie mich also in einer Testbegutachtung besuchen, werden sie diese, aber auch weniger heikle Fragen kennenlernen und erleben, wie Klienten in dieser Situation reagieren. Sie erfahren live, welche Gedanken und Techniken der Gutachter ein­setzt, aus welchen Fragen er welche Schlüsse zieht und wie er allgemein die schwierige Aufgabe einer Entscheidung trifft. Ich möchte hier mit Ihnen meine mehrjährigen Erfah­rungen als verkehrspsychologischer Gutachter und später Berater teilen. Sie selbst werden danach Klienten, die Ihnen von realen MPU-Erfahrungen berichten, besser verstehen können und in der unverbindlichen Testbegutachtung, zu der ich Sie herzlich einlade, können sich den Spaß erlauben zu überlegen, wie Ihre Entscheidung ausgefallen wäre.

Sonderfall: Vorbereitung auf das Gericht

Lassen Sie mich abschließend noch auf eine Sondervariante zu sprechen kommen, die insbesondere für Anwälte, vielleicht auch Richter von Relevanz sein dürfte. In seltenen Fällen habe ich mich auch bereit erklärt, als gutachterlicher Zeuge bei Gericht auszusagen. Meistens ist ein solcher Schritt dann erforderlich, wenn es um die Vermeidung einer Haftstrafe geht, d.h. das reine Auftreten des Anwaltes nicht mehr zu genügen droht.

Natürlich bin ich, wenn ich von der Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit des Klienten überzeugt bin – und dies muss ich immer sein, sonst arbeite ich nicht mit ihm – bereit, bei Gericht vorzusprechen. Die therapeutische Arbeit muss deshalb nicht anders ablaufen, denn ich bereite jeden Klienten gründlich vor und offeriere keine Kurzberatungen, doch kann es erforderlich sein, dass man sich vor der Verhandlung strategisch bespricht. Ich betrachte eine Gerichtsverhandlung als grandioses Spektakel, als teure, von der Gesellschaft teilsubventionierte Inszenierung zur Besserung des Klienten. Eine Reihe von Protagonisten, deren jeder seine Rolle kennt, wird aufgeboten: es wird gesprochen und verhandelt, das Damoklesschwert der Haft steht drohend im Raum, um dann (hoffentlich) doch nicht zu fallen. Ich habe Respekt vor dieser Veranstaltung und weiß, dass auch sie in ihrer rhetorischen Eindringlichkeit Teil des therapeutischen Prozesses sein kann. Doch ich weiß auch, dass der Angeklagte meist überfordert ist, selber an ihr redend teilzuhaben. Er benötigt Fürsprecher, den Anwalt und eben vielleicht auch den Psychologen. Wenn der Klient also in den Sitzungen mitgearbeitet hat und wenn er ehrlich um Besserung bemüht ist, dann kann er mich auch als Zeugen haben.

Und wenn Sie als Anwalt Belege dem Gericht vorlegen müssen, konkrete Fakten der bereits unternommenen Rehabilitation, dann können Sie neben meiner ausführlichen Teilnahmebescheinigung mein Wort vors Gericht heben. Voraussetzung ist hier freilich – und nehmen Sie mir diese Direktheit bitte nicht übel – dass wir nach dem Gebot der Wahrheit vorgehen. Für gerichtstaugliche Konstruktionen, für Erfindungen zum reinen Zweck der Schadensminimierung, kurz: für Fabeleien jedweder Art, die dann psychologisch garniert werden sollen, stehe ich nicht zur Verfügung. Denn ich sehe nicht nur die Verhandlung. Ich sehe auch bereits die Begutachtung, in welcher ein solches Verfahren nicht verfängt. Und ich sehe das Wohl des Klienten, für welches ich zur Ehrlichkeit keine Alternative sehe. Denn egal, ob es sich um ein Alkoholdelikt, eine Drogenthematik oder einen strafrechtlichen Belang handelt. Der Klient hat in letzter Instanz nicht nur die Gesellschaft, sondern auch sich und sein soziales Umfeld betrogen. Er muss auf dem Weg der Rehabilitation wieder zur eigenen Wahrheit zurückfinden: zur persönlichen und derjenigen der Gesellschaft gegenüber. „Herr Dr. Junker!“, sagte mir einmal ein Staranwalt, dem ich diese Gedanken unterbreitete: „Sie sind ja ein Idealist!“ Ich gebe es gerne zu.

Zusammenfassung

Im Interesse der Verkehrssicherheit, aber auch der ehrlichen Rehabilitation unserer Klienten suche ich die Zusammenarbeit mit Dienstleistern, die ähnliche Ideale haben. Ich biete eine neutrale Beratungsposition, Vertraulichkeit und nach besten Kräften Professionalität und stelle Ihnen mein Fachwissen als Psychologe uneingeschränkt zur Verfügung. Gerne profitiere ich auch von Ihrem Wissen und Ihrer Berufserfahrung, um selber zu reifen. Ich wünsche mir, dass diese konstruktive Zusammenarbeit die Kooperation und Mitarbeit der Klienten erheblich verbessert, Ihnen Erklärungsbedarf den Sündern gegenüber abnimmt und uns beiden langfristig Zeit gewinnt. Suchen Sie sich, wenn Sie mit mir in Erfahrungsaustausch treten wollen, gerne eines der Angebote aus und lassen Sie uns gemeinsam voneinander profitieren.